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Beiträge mit Bezug zu mir selbst.

Neu vs Alt - ein Trauerspiel

13. Juli 2012 - 12:06 | 6 Kommentare

Aktuell läuft wieder eine der beliebten Neupiraten-Debatten. Die Debatte hat meiner Ansicht nach zwei Seiten. Zum Einen geht es darum, eine Identität der Partei festzustellen bzw es wird festgestellt, dass es unterschiedliche Ansichten über diese Identität gibt. Und zu Zweiten steckt da irgendwo die Angst dahinter, die eigene Mehrheit zu verlieren. "Das ist nicht mehr meine Piratenpartei"...

Dann wird auch mal damit argumentiert, dass die Gegner des Drogenpolitischen Antrags eigentlich keine Piraten waren. Und spätestens an der Stelle geht mir das Messer in der Tasche auf. Aus dem, was damals im Programm stand, konnte man eine Zustimmung und eine Ablehnung zu dem Programmpunkt herauslesen. Weil wir in diesem Bereich nichts gesagt hatten und weil bspw. Verpflichtungen zur Freiheit dazu noch keine Aussage treffen. Freiheit kann bspw. die Freiheit des Anderen meinen - ich kann aus einer Verpflichtung zur Freiheit und zu den Grundrechten wunderbar das bayrischen Nichtraucherschutzgesetz herleiten. Ich kann auch das Gegenteil herleiten. Je nachdem, ob ich mehr die Freiheit des Anderen oder die eigene Freiheit meine. Read more »

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Tübinger Themen

6. Juli 2012 - 9:34 |

Gestern war ich auf einer Debattenrunde in Tübingen. Es ging dort um Tübingen in 20 Jahren - Träume und Alpträume. Das Konzept war durchaus interessant, nach den Impulsreferaten (8 Impulsgebern à 5min) wurden die Stühle vorne geräumt, so dass sich Zuschauer setzen konnten und so nach und nach einige Teilnehmer ihre (Alp)träume vortragen konnten.

Die Veranstaltung fand in der Tübinger Altstadt statt. Entsprechend waren auch primär Alt- und Innenstadteinwohner vertreten, was sich z.T. auch zeigte. So gab es deutlichen Widerspruch gegen meine Äußerung, dass Tübingen sehr grün (i.S.d. Farbe/Natur, nicht der Partei) und freizügig bebaut sei. Die Kernstadt wurde eher als eng empfunden.

Nun ist Tübingen tatsächlich eine der grünsten Städte Deutschlands, die Altstadt ist nur "eng" in dem Sinn, dass es verwinkelte (eben mittelalterliche) Straßen gibt. Verlässt man die Innenstadt, so steht man direkt im Grünen. Die Hänge sind zu weiten Teilen nur spärlich bebaut, der Stadtkreis ist Grün, an die Nordstadt schließt sich der Schönbuch an.

Was das aber tatsächlich zeigt ist, dass die Stadt mehr für die Pflege der Grünanlagen tun müsste. Ansätze dafür gibt es einige. So könnten bspw. engagierte Bürger Patenschaften für Grünflecken übernehmen, oder die Stadt könnte versuchen, die "Wiederbegrünung" über Spenden, Tourismusförderung, oÄ zu finanzieren.

Aber genug davon. Hauptpunkte bei der Veranstaltung waren der Verkehr (nach den Debatten um die unsägliche City-Maut kein Wunder) und die Anbindung der Stadtteile an die Innenstadt, die Beschilderung der Stadt, die Attraktivität der Stadt zum Einkaufen und verschiedene soziale Themen (vom Jugendcafé, über ein Vereinshaus und der Stärkung ehrenamtlichen Engagements bis zu einer Debatte über die Mietpreise und Altersarmut und die Vor- und Nachteile des geplanten Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen). Read more »

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In der letzten Zeit war die Piratenpartei viel mit negativen Schlagzeilen in der Presse. Intrigen, Machtkampf und Drohungen standen neben dem Vorwurf gebrochener Wahlversprechen und Mobbing. Eines der Ziele der Piratenpartei war immer, dass wir die Politik reformieren wollten. Eine ehrlichere und offenere Politik - eine Politik des MIT- statt des Gegeneinander, Vertrauen statt hohler Phrasen.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir uns wieder daran erinnern. Messen wir uns selbst an den Forderungen, die wir stellen. Dazu gehören für mich mehrere Dinge. Ich möchte betonen, dass die Anlässe jeweils keine Mehrheit in der Partei darstellen - ganz im Gegenteil.

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In den letzten beiden Wochen habe ich ein paar Gespräche mit Piraten, mit meiner Familie und mit Freunden geführt. Jetzt habe ich mich entschieden.

Ich will für den Bundestag kandidieren. Und ich will dies sowohl direkt in "meinem" Wahlkreis 290/Tübingen machen als auch auf einem der vorderen Listenplätze in Baden-Württemberg.

Ausführliche Begründungen über meine Beweggründe und Ziele werde ich nach und nach veröffentlichen. Der derzeitige Stand meiner Kandidaturbegründung findet sich im Piratenwiki :-)

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Beim Bundesparteitag 2012.1 habe ich CICERO ein kleines Interview gegeben, es wurde jetzt veröffentlicht: „Die Grünen sind angepasst“

(Anmerkung: Ich stelle mein Blog demnächst ein bisschen um, aktuelle Interviews verlinke ich dann direkt, so dass sie nicht so störend im Blogfluss stehen)

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4. Mai 2012 - 14:04 | 5 Kommentare

In der Piratenpartei gab es kürzlich eine Debatte um die Bezahlung von Vorständen. Dabei gab es u.A. den Einwand, dass die Vorstände Möglichkeiten schaffen sollten, wie man sie mit Spenden unterstützen könne. Dann würde schon genug Geld zusammen kommen.

Ich bezweifel das ;) Es würde mich ehrlich freuen, dann könnte ich mehr Zeit in die Partei stecken. Also probiere ich es aus.

Links ist also ein Flattr-Button für das Blog als solches - wenn ihr wollt, könnt ihr einmal pro Monat (IIRC) draufklicken. Für die Blogbeiträge bräuchte ich noch ein datenschutzkonformes Flattr-Modul und mir fehlt derzeit die Zeit, es selbst zu programmieren. Mal schauen, vielleicht komme ich noch dazu. (Benötigt wäre eine 2-Klick-Lösung vergleichbar den entsprechenden G+/Twitter/Facebook-Buttons, damit nicht bei jedem Seitenbesuch eine Meldung an Flattr rausgeht)

edit: Sollte jetzt funktionieren. Danke an voxpelli für den Hinweis auf Flattr Auto-submit.

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Ich bin ein begeisterter Nutzer der Tauchplatz-Datenbank auf taucher.net. Nur stört mich dabei, dass es keine Übersicht gibt - keine Anzeige der Tauchplätze. Da ich gestern eh einen HTMLParser testen musste, habe ich mal eine erstellt. (den JAVA-SourceCode kann ich bei Bedarf auf Anfrage zur Verfügung stellen. Aber da das Teil tatsächlich taucher.net aufruft und die Seiten runterlädt, mache ich den Code nicht öffentlich. Wäre nicht fair den Servern gegenüber ;) )

Ihr findet sie hier. Die Einträge stammen ungefiltert aus der Datenbank, sie verlinken jeweils auf den entsprechenden Eintrag.

Liebes taucher.net-Team: Auf meine Anfragen habe ich leider keine Antworten erhalten. Wenn euch die Karte stört sagt Bescheid, dann entferne ich sie ganz brav wieder. Wenn ihr sie haben wollt - auch kein Problem, den Code stelle ich gerne zur Verfügung ;)

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Autorisierung und Fragen

23. April 2012 - 16:21 | 1 Kommentar

Kürzlich hat mich ein Journalist gefragt, wieso ich auf eine Autorisierung von Interviews bestehe. Das wäre doch unehrlich. Aus meiner Sicht ist es gerade andersrum - eine Autorisierung erzeugt "Waffengleichheit" zwischen Journalist und Politiker.

Zum Einen vermeidet sie Missverständnisse. Ein "Nicht" wird schnell man überhört und dann ist die Piratenpartei plötzlich gegen Datenschutz. Zum Zweiten sind die gedruckten Stellungnahmen in den seltensten Fällen auch so gefallen. Teilweise hat man noch nicht einmal über das Thema selbst geredet, ich hatte schon Zitate, die der Journalist aus "dem was ich über sie weiß" erschlossen hat. Nun ja ...

Ein Interview läuft sehr häufig als Gespräch ab. Häufig entsteht daraus dann ein längerer Fließtext, in den (mehr oder weniger sinngemäß) zitierte Aussagen einfließen. Da diese Aussagen so nicht gefallen sind, bestehe ich auf einer Autorisierung. Häufig geht es bei den Veränderungen nur um den Wortlaut. Teilweise werden aber auch mehrere Aussagen zusammengefasst, vereinfacht oder auf neue Situationen angewendet. Selbst bei der Interviewform (also wenn Fragen und Antworten veröffentlicht werden) sind die Gespräche fast nie so gelaufen, wie sie gedruckt wurden. Beinahe immer werden die Fragen bspw. nachträglich verändert - der Journalist stellt im Gespräch eine Frage, es kommt eine Antwort, diese wird (gekürzt und leicht modifiziert) gedruckt und die gedruckte Frage ist eine völlig andere.

Ein Beispiel? (fiktiv im Wortlaut, korrekt im Sinn)

"Was sagen Sie zu der Aussage von Martin Delius bzgl. des Vergleiches von NSDAP und Piratenpartei?" im Gespräch und "Martin Delius verglich die Piratenpartei mit der NSDAP. Fordern Sie seinen Rücktritt?" im Text. Natürlich kann mit solchen Veränderungen auch der Sinn einer Antwort völlig zerstört werden (im konkreten Beispiel eher weniger. Aber es fließen teilweise auch Unterstellungen mit in die Frage ein oder neue Fakten werden erwähnt). Read more »

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Kurz notiert: Programmfindung

22. April 2012 - 11:43 | 9 Kommentare

Disclaimer vorab: Text ist in Eile entstanden. Verzeiht bitte sprachliche oder inhaltliche Fehler bzw weist mich darauf hin. Ich überarbeite ihn noch. Ich werde aber nicht auf Diskussionen verlinken. Die gab es z.T. über Twitter (mit und ohne meine Beteiligung), in ML, auf Stammtischen, im Wiki, in LQFB, etc. Jede Verlinkung wäre nur ein kleiner Ausschnitt - wen das Thema interessiert, der kann es sich selbst ergooglen.

Wie kann eine basisdemokratische Partei zu Entscheidungsfindungen kommen? Ansätze dazu gibt es zig unterschiedliche, jeder davon hat Nachteile und jeder hat Vorteile. Unser derzeitiges Modell funktioniert (massiv vereinfacht) so:

Entscheidungen werden nur auf dem BPT getroffen. Zu diesem kann jeder kommen, jeder kann Anträge stellen, eine Überprüfung der Anträge (oder Antragshürden) gibt es nicht. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, dass seine Anträge ausreichend diskutiert werden. Als Hilfsmittel dafür gibt es LQFB, diverse Arbeitsgruppen, Vorbereitungstreffen sowie ein Antragsportal (das der Debatte aber nur begrenzt hilft). Read more »

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Da dies in letzter Zeit immer wieder für Irritationen gesorgt hat: Nein, ich wohne nicht in Berlin. Ich wohne in Tübingen. Tübingen liegt ganz in der Mitte von Baden-Württemberg. (Der geografische Mittelpunkt von BaWü ist ein paar hundert Meter von meiner Wohnung entfernt).

Im Gegensatz zu den Vorständen anderer Parteien arbeiten die Vorstände der Piratenpartei rein ehrenamtlich und keiner von uns sitzt im Bundestag. Aber irgendwoher muss das Geld noch kommen - wir haben also noch Jobs nebenher. In meinem Fall ist das eine 75%-Stelle als Softwareentwickler in Tübingen. Ein Umzug nach Berlin wäre also schwierig und ist derzeit nicht geplant.

Wann bin ich in Berlin? Relativ regelmäßig. In manchen Monaten etliche Male, es gab aber auch schon einen Monat ohne Berlinausflug. Zum Teil mal einen halben Tag, manchmal auch eine Woche. Je nach Terminkalender lässt sich ein Ausflug kurzfristig einrichten oder eben nicht. Aber die Termine liegen mittlerweile im ganzen Bundesgebiet verstreut - nächste Woche bspw. in Baden-Baden, Köln/Düsseldorf, Tübingen, Stuttgart, Berlin und im Schwarzwald - und ich versuche Ausflüge für einzelne Gespräche zu vermeiden. (Es lohnt sich nur begrenzt 7h im Zug zu sitzen, 30min zu reden und wieder 7h zurück zu fahren). Und ja, die Zeiten in Berlin sind normalerweise eng mit Terminen gefüllt.

Entsprechend sind Interviews oder Gespräche via Email oder Telefon relativ problemlos, Treffen in Berlin richten sich nach meinem Terminkalender und solche in Tübingen sind normalerweise problemlos.

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