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Unpolitisches, unparteiisches - bsp. Beiträge zum Feuerwerken oder zum Tauchen

Honorare bei Reden

6. Februar 2012 - 15:21 | 31 Kommentare

"Dienstlich" bin ich derzeit relativ viel für die Piratenpartei unterwegs. Aktuell sind das v.A. Vorträge "Was ist die Piratenpartei" oder "Welches Politikverständnis hat die Piratenpartei", z.T. auch spezifische Themen (bspw. über Datenschutz beim DDV oder über die Schwierigkeiten bei neuen Parteien beim RT182). Normalerweise gibt es bei solchen Veranstaltungen nichts, die Anreise findet auf private Kosten oder auf Parteikosten statt. Gelegentlich gibt es eine Reisekostenerstattung und in seltenen Ausnahmefällen ein Honorar.

Diese Honorare lasse ich normalerweise wieder in die Parteiarbeit fließen. Die Reisekostenabrechnungen decken eben nicht alle Kosten ab ... Und die Honorare ermöglichen es so, dass ich auch zu anderen Veranstaltungen reisen kann, bspw. vor Schulkassen sprechen oder bei studentischen Gruppen. Größere Geschenke oÄ lehne ich aus Prinzip ab.

Jetzt habe ich aber ein Honorar-Angebot, das ich eigentlich zu hoch finde. Der Vortrag wird einiges an Vorbereitung erfordern (er ist relativ lang, es gibt danach eine intensive Diskussion und Fragerunde. Und, anders als sonst, muss ich den Vortrag im Vorfeld ausformulieren, da ein Manuskript verlangt wird). Entsprechend wäre ich durchaus geneigt ein Honorar zu akzeptieren. Angeboten wurde jetzt aber ein Honorar von 2.000 Euro ... das liegt deutlich über der Gesamtsumme der bisherigen Honorare. Auf der Pro-Seite: Rechnet man die Vor- und Nachbereitung, ist das Honorar damit noch deutlich unterhalb der Gehälter für Beratertätigkeiten. Aber vermutlich ein Stück über dem, was mein Arbeitgeber für die Arbeitszeit berechnen würde. Auch entspricht das Honorar dem, was der Einladende üblicherweise zahlt - es ist ein größerer Kongress, alle Redner erhalten ein entsprechendes Honorar. Read more »

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Heute erreichte mich eine Beschwerde, dass ich nicht innerhalb von zwei Tagen auf eine Email reagiert hätte ...

Ich arbeite ehrenamtlich. Nebenher muss ich also auch noch Geld verdienen. (Privatleben habe ich derzeit aus Zeitgründen kaum noch). Ich habe noch keinen Assistenten (auch wenn ich zwei Bewerbungen erhalten habe über die ich mich sehr freue und sich das jetzt bald ändert, wenn ich dazu komme diese zu bearbeiten :( ), bearbeite also die eingehenden Mails, Terminvereinbarungen, Reiseplanungen, etc alleine. Wer also Antwortzeiten erwartet, die er von den Bundesvorständen anderer Parteien kennt, der übersieht: Die haben ein Büro. Ich nicht. Und eine einzelne Terminvereinbarung inkl. Reiseplanung kann von 30min bis zu ein paar Stunden alles brauchen, je nachdem wie komplex das wird oder ob man schnell einen gemeinsamen Termin findet. Entsprechendes gilt für programmatische Anfragen, das kann mal eben 2min brauchen (Weiterleitung an den richtigen Ansprechpartner, kurze Notiz an den Fragesteller) oder auch mal 30min (schwierigere Frage, die ich direkt beantworte).

Als Ausgleich erreichen mich an ruhigen Tagen eine dreistellige Zahl an Mails, an arbeitsintensiveren dafür eine vierstellige. *Alle* wollen bearbeitet werden. Und auch das aussortieren von Spam braucht Zeit (leider lässt sich nicht alles automatisiert filtern). Read more »

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So, es ist wieder soweit. Ich habe ein Interview gegeben in dem die berühmte Koalitionsfrage gestellt wurde. Und wie immer gibt es danach einen Shitstorm. Zwar habe ich dieses Mal gar keine Koalitionsaussage getroffen (das letzte Mal auch nicht wirklich), aber das ist ja egal.

Das Interview findet sich in der Passauer Neuen Presse. Und ich zitiere den strittigen Teil einfach mal:

Meine Traumkonstellation wäre immer eine Koalition mit Grünen und FDP. Aber man muss auch realistisch sein: Dafür ist eine Regierungsmehrheit nun wirklich nicht in Sicht. Mit der Union haben wir sehr große Differenzen in Fragen der Inneren Sicherheit und der Sozialpolitik. Die SPD hat sich jetzt für eine Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen. Das ist für uns ein absolutes No Go. Ein mögliches rot-grün-orangenes Bündnis könnte an dieser Frage scheitern. Wir werden keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem eine Fortsetzung der Vorratsdatenspeicherung vorgesehen ist.

Warum auch nicht? Die Frage ist nicht besonders sinnvoll (vgl. später) die Antwort ist ähnlich. Jedem sollte klar sein, dass eine Koalition Grün-Orange-Gelb 2013 nicht möglich sein wird. Meine Antwort ist also eine bewusste Nullaussage. Im Gegenteil: So verbinde ich die Antwort auf eine immer wiederkehrende und unsinnige Frage gleich mit etwas Inhalt.
Denn im zweiten Satz habe ich die Bürgerrechtspolitik von SPD und CDU kritisiert. Und da ich weiß, dass es in den Reihen der SPD auch ein paar einzelne Befürworter einer Rot-Grünen Regierung gibt - und das manche von diesen sich eine Dreiparteienkoalition überlegen - ist die Kritik an der Bürgerrechtspolitik und die klare Absage an eine Koalition mit der aktuellen SPD  vielleicht ein Denkanstoß. Read more »

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