Am vergangenen Freitag habe ich eine Mail an Andreas Baum (Vorsitzender der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus) geschickt. Anlass für diese Mail waren erneute Angriffe von Abgeordneten gegen Beauftragte des Bundesverbandes der Piratenpartei. Soweit so normal. Aber an diesem Punkt war für mich das Maß voll. Nicht weil diese Punkte so untolerierbar waren, sondern einfach aus der Gesamtsumme.

In den letzten Monaten haben einzelne Mitglieder des Abgeordnetenhauses (MdA) sich ständig gegen den Bundesverband positioniert. In der Öffentlichkeit wurde dies auch so wahrgenommen - wie oft ich von Journalisten gefragt wurde "Was ist eigentlich in Berlin los" oder "Was hat die Fraktion eigentlich gegen die Partei", habe ich nicht mehr gezählt. Ich habe auch nicht gezählt, wie oft Beauftragte oder Mitglieder des Bundesvorstandes beinahe systematisch fertig gemacht wurden. Betroffen waren z.T. auch andere Parteimitglieder, wie ich aus privaten Gesprächen oder Rückzugsgesprächen weiß. Vielleicht hätte ich es zählen oder Buch führen sollen?
Als Vorsitzender habe ich aber die Aufgabe, die Mitglieder und Beauftragten zu schützen. Auch gegen innerparteiliches Mobbing.

Ja, vielleicht hätte ich häufiger das direkte Gespräch mit den betreffenden Personen suchen sollen. Aber andererseits gab es diese Gespräche - sowohl vor als auch nach der Berlinwahl - und sie haben nicht viel gebracht. Bernd Schlömer trifft sich als zuständiges BuVo-Mitglied regelmäßig mit Fraktionsmitgliedern und hat das dort auch mehrfach zur Sprache gebracht.

Vergangenen Freitag war für mich dann das Maß voll. Ich habe eine Email an Andreas Baum geschickt - ganz bewusst an ihn direkt und nicht öffentlich, nicht an die ganze Fraktion. Anregen wollte ich eine Diskussion. Und ich habe die Email bewusst provokant formuliert, denn ich wollte eine Reaktion erzwingen. Es war ein "Ich brülle einmal ganz laut", damit danach erst einmal geschockte Ruhe ist, in der man sich unterhalten kann.
Andreas hat dann erst einmal nicht reagiert. Dann hat er mich angerufen und vorgewarnt, dass er seine Antwort öffentlich ins Blog stellt. In dem Telefonat habe ich klargestellt, dass es mir NIE um einen Maulkorb gegangen ist sondern ich einfach nur erreichen will, dass die Mitglieder der Fraktion sich ihrer inner- und außerparteilichen Wirkung bewusst sind. Auch gerade wenn sie einzelne Personen angreifen und mobben (ein MdA sprach mir gegenüber auch schon von "einem offenen Krieg" und "die Panzer seien aufgefahren"). Vielleicht habe ich meine erste Mail zu scharf formuliert, aber andererseits zeigen die letzten Monate, dass wir zu lange aneinander vorbei geredet haben. Und das musste einfach ein Ende haben. Gerade WEIL jetzt eine BuVo-Neuwahl ansteht und ich möchte, dass der neue Bundesvorstand hier von Anfang an ruhiger arbeiten kann.
Andreas Wunsch nach Öffentlichkeit entsprechend habe ich meine Antwort darauf auch ins Blog gestellt. Auch wenn ich an der Stelle eine öffentliche Debatte in dieser Art für den falschen Weg halte. Da hätte im Vorfeld mehr erklärt werden müssen, da ansonsten über Gerüchte und Missverständnisse diskutiert wird und nicht über die eigentliche Intention.

Erwartungsgemäß springen nun einerseits die Medien darauf an. Leider auch mit einigen Falschmeldungen. Und erwartungsgemäß wurde meine erste Mail (die von Andreas an den Fraktionsvorstand weitergeleitet wurde) teilweise komplett und teilweise vollständig an Journalisten weitergegeben. Wer sie weitergegeben hat weiß ich nicht. Es ist auch nicht wichtig. Ehrlicher wäre dann eine direkte Veröffentlichung gewesen. Aber um die Gerüchte darum zu regeln, veröffentliche ich sie jetzt hier.

Die erhoffte Wirkung ist eingetreten: Es gibt eine Debatte innerhalb der Fraktion darüber, wie man sich öffentlich äußert. Andererseits ging es voll in die Hose - an die Stelle einer sachlichen Auseinandersetzung traten wieder persönliche Vorwürfe. Aber gut, so ist es dann eben.
Wenigstens konzentriert sich der Streit und die Beschimpfungen jetzt gegen mich, damit kann ich leben, und die Bundesbeauftragten können vielleicht wieder in Ruhe arbeiten.

Also - hier meine erste Email, die Antworten dann verlinkt.

Hallo Andreas,

Ich habe die Schnauze voll. Auf Twitter schießt jetzt wieder ein abgeordneter der Fraktion, aktuell *** (Name gelöscht da unwichtig), gegen den Bundesverband bzw beauftragte der Partei.
Das hat ein ende und zwar sofort. Es ist mir egal wie. Aber bring DEINER Fraktion mal beigebracht, was Verantwortung und elementare Regeln der Höflichkeit und des menschlichen miteinander sind.
Weitere Ausfälle werde ich NICHT tolerieren.
Grüße,
Sebastian

Andreas Antwort

Meine Antwort

Als zweite positive Reaktion haben Martin und ich regelmäßige Telefonate vereinbart und eine andere Art die gegenseitige Kritik zu äußern oder kolportierte Kritik weiterzugeben. Insofern sehe ich als Folge aus der Mail etwas durchaus positives. Wir werden in Zukunft besser zusammenarbeiten können als bislang. Das war alles was ich erreichen wollte und damit ist die ganze Geschichte für mich erst einmal beendet. Ich veröffentliche diesen Blogbeitrag, jetzt auch nicht um die Stimmung wieder anzuheizen, sondern da mir die Medienspekulationen auf den Geist gehen und sich, ganz im Sinne der innerparteilichen Transparenz, dann wenigstens jeder ein vollständiges Bild machen soll.

Und was den partei-internen Wahlkampf angeht - sorry, aber darauf werde ich keine Rücksicht nehmen. Weder hier noch an anderer Stelle. Mag sein, dass ich mir damit Wiederwahlchancen reduziert habe, aber das soll und darf nicht Triebfeder des eigenen Handelns sein.

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This Work, Der halb-offene Brief, die Fraktion und ich, by Sebastian Nerz is licensed under a Creative Commons Attribution license.

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  1. phil-wendland (nicht überprüft) on 11. April 2012 - 20:48

    Ich finde Sebastians (erste) Reaktion menschlich und verständlich und gut. Zur öffentlichen Sache wurde es erst durch die Veröffentlichung von Andreas Baum, der in der Vergangenheit ja gerne öffentlich über den Vorsitzenden gelästert hat. Sebastian wollte keinen Lärm schlagen, zugleich aber die unsäglichen Umgangsformen (ja auch Mobbing) vieler AGH-Piraten klar benennen. Das hat Sebastian gemacht, indem er an den gewählten Fraktionsvorsitzenden geschrieben hat. Nicht jedes geschriebene Wort muss öffentlich sein. Das hätte mehr mit Krawall machen, als mit Transparenz zu tun.
    Sebastian hat also Andreas klar gemacht, dass er das Mobbing durch AGH-Piraten, das immer wieder vorkommt nicht weiter tolerieren wird. Richtig so! Sebastian stellt sich damit nicht nur vor Beauftragte des Vorstandes, sondern auch vor Basispiraten, die von (nicht körperlichen) Angriffen durch AGH Piraten durchaus eingeschüchtert werden.

    phil-wendland (der Sebastian gar nicht persönlich kennt)

    http://blog.dd19.de/~alx/

  2. Monika Belz (nicht überprüft) on 11. April 2012 - 21:16

    Und sicherlich kennst du auch keinen der Abgeordneten der Piratenfraktion aus Berlin persönlich

  3. Piratenwähler (nicht überprüft) on 11. April 2012 - 21:38

    Guten Abend Frau Belz,

    kommt es mir so vor... oder hat jeder der eine andere Meinung wie sie vertritt grundsätzlich keine Ahnung? :P

  4. Parteifremder Gast (nicht überprüft) on 7. April 2012 - 21:42

    Hallo zusammen,
    ich informiere mich gerade online über die Partei, ihre Grundsätze und Programme und bin dabei auf diese Seite und diese Diskussion gestoßen. Ich muss sagen, mich als (parteilose) Wahlberechtigte schreckt dies ab und befremdet mich.

    Transparenz und öffentliche Diskussion schön und gut - aber möchte ich eine Partei wählen, deren Führungskräfte offenbar nicht nur uneinig sind (per se ja nicht schlimm), aber darüber eine derart unsachliche, teils wüste Diskussion führen? Nein.
    Traue ich diesen Personen Politik, gute Politik, zu? Nein, auf diese Art nicht, denn sie sind ja offenbar mit anderen Dingen beschäftigt. Teils lasse ich mangelnde Erfahrung in solchen Dingen als Grundlage eines hoffentlich eintretenden Lern- und Verbesserungsprozesses gelten, aber grundsätzlich ist dieses Verhalten innerhalb einer Partei wohl eher nicht tragbar.

    Gibt es derartige (persönliche?/Machtkampf-?)"Probleme" auch in anderen Parteien - sicherlich. Sollte man das intern klären? Ja, aller Transparenz zum Trotz unbedingt - Diskussionen in dieser hier geführten Art und Weise würden jeder Partei in der öffentlichen Wahrnehmung schaden und sind in höchstem Maß unprofessionell.

    Ihre Partei muss sich nun behaupten, liefern, nicht nur fordern - Sie sind jetzt in der Pflicht, lassen Sie den Worten Taten folgen, wenn Sie ernsthaft mitmischen wollen; beweisen Sie es Ihren Wählern und den Kritikern (wie mir) gleichermaßen. Früher oder später müssen Sie eh umstrukturieren, sich anpassen, ein schwieriger Spagat, dabei Ihre eigentlichen Ziele und Werte beizubehalten.
    Im Sinne einer demokratischen Vielfalt hoffe ich, dass Ihnen dies gelingt.

    Ich bin gespannt, ob Ihre Partei dieses Theater rückblickend als "Anfangsschwierigkeit" einer im Wachstum befindlichen Partei bezeichnen kann, ebenso gespannt bin ich auf Ihren weiteren Werdegang - niemand wird derzeit so beobachtet wie Sie, daher sollten Sie Ihre öffentlichen Auftritte "optimieren" ( - und die Meinung zum Urheberrecht vielleicht noch mal überdenken ;-) - meine private Meinung).
    Viele Grüße
    Eine wahlberechtigte Bürgerin

    PS: Die Anrede ("Sie"/"Ihre Partei") bezieht sich auf die Gesamtheit der Mitglieder der Piratenpartei, nicht auf Herrn Nerz allein.

  5. PirateFeed (nicht überprüft) on 6. April 2012 - 13:10

    [...] in diesem offenen Brief. Sebastian antwortet darauf sowohl in einem Kommentar zum Post, als auch auf seinem eigenen Blog. Interessant ist auch noch der Kommentar von Simon [...]

  6. Gast (nicht überprüft) on 5. April 2012 - 13:58

    Sorry, Sebastian, aber ich finde die Art, wie du mit der Fraktion umgehst sehr von oben herab. Nach meiner Vorstellung von einer Partei-Organisation steht dir das in keiner Weise zu. Dafür gibt es keine Rechtfertigung und keine Erklärung. So funktioniert das bei den Piraten nicht! Alles ausser einer kompletten Entschuldigung ("hatte einen schlechten Tag, kommt nie wieder vor") ist für mich inakzeptabel.

    Ich lese mir wieder und wieder deine Antwort hier durch und es wird mir immer übler dabei.

    DAS IST NICHT DER VORSITZENDER DER PIRATENPARTEI, FÜR DICH ICH MEINE FREIZEIT OPFERE.

    Du bist doch nicht der Große Vorsitzende (TM) oder Helmut Kohl. Was soll das?

  7. Simon Weiß (nicht überprüft) on 5. April 2012 - 12:20

    Lieber tirsales,

    Ich habe langsam das Gefühl dass ich nicht umhinkomme mich zu der Sache zu äußern. Denn anscheinend war ja mein Verhalten der Auslöser (nicht die Ursache, das habe ich durchaus verstanden) für deine Mail. Das konnte ich zumindest am Mittwoch morgen der Springerpresse entnehmen. Offiziell liegt mir die Mail bis heute nicht vor. Auch von Andreas' Blogbeitrag wusste ich vorher nichts (und bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht, dass ich etwas damit zu tun habe). Letzteres führe ich vor allem darauf zurück, dass Andreas wohl den Eindruck vermeiden wollte, er nehme die von dir gewünschte "Disziplinierung" vor, was ich verständlich fände.

    Allerdings habe ich auch von dir (übrigens auch von Bernd Schlömer) keine wie auch immer geartete Kommunikation erhalten, weder im Vorfeld noch im Nachgang. Meine Mailadresse ist öffentlich, meine Telefonnummer erfragbar, und ich stehe auch für ein persönliches Gespräch immer zur Verfügung. Dass man mit mir nicht sachlich über alles sprechen kann wäre auch ein mir neuer Vorwurf, insofern ist deine Funkstille gefolgt von so einer Explosion mir völlig unverständlich. Ein Gesprächsangebot von meiner Seite besteht ausdrücklich.

    Im Rahmen eines solchen Gesprächs könntest du mir z.B. erklären, welche Kritik du eigentlich vorbringen möchtest. An diesem Punkt beschränkst du dich bis jetzt auf vage Andeutungen (die martialischen Zitate stammen jedenfalls nicht von mir). Aufgrund der zeitlichen Koinzidenz gehe ich - wie auch die Presse - davon aus, dass es um meine Tweets von Freitag zum Thema Bundespressesprecher geht. Selbstverständlich habe ich mir die daraufhin noch einmal gründlich angesehen - vielleicht bin ich ja tatsächlich über die Stränge geschlagen. Ich muss aber feststellen dass ich nichts schlimmes an meinen Äußerungen erkennen kann und ich diese jederzeit wieder so tätigen würde. Ich habe mich dabei durchaus bewusst zurückgehalten. Meine Tweets enthalten keine Beleidigung. Ihr als Bundesvorstand werdet nicht einmal erwähnt, nur Entscheidungen werden kritisiert. Auf Nachfrage wurde mir dieser Eindruck auch von mehreren Piraten bestätigt (ich zitiere mal: "von allen in meiner Timeline warst du noch am zurückhaltendsten").

    Diese Form der öffentlichen Kritik halte ich für notwendig und werde sie weiterführen. Dass das möglich ist, ist für mich ein wichtiges positives Alleinstellungsmerkmal der Piraten.

    Dass du es allen Ernstes für sinnvoll hältst, Kritik an der Person vorbei an den Vorsitzenden eines politischen Gremiums zu richten, dem sie zufälligerweise angehört, erschreckt mich. Ich hoffe diese Vorgehensart wird sich bei uns nicht einspielen.

    Was deine Wahlchancen angeht, kann ich dich beruhigen - ich nehme an dass die Bedienung vager (und daher schwer widerlegbarer) Ressentiments gegen "die Berliner" in Verbindung mit deiner ruhigen und freundlichen Art deine Chancen eher verbessern.

  8. Suapoc (nicht überprüft) on 5. April 2012 - 13:22

    Der Bundesvorstand sollte schon in der Lage sein offener Kritik offen entgegenzutreten. Wenn aber schnöde Hinterzimmerpolitik praktiziert wird, indem man versucht die Meinung von Parteikollegen aus der Hierarchie heraus zu unterdrücken... dann lieber Sebastian wird mir schon etwas flau im Magen.

    Regelrechter Brechreiz kommt allerdings auf, wenn ich sehe, dass die eigentlich Diskussion noch immer nicht geführt wird.

  9. Oliver (nicht überprüft) on 5. April 2012 - 12:37

    "In der Öffentlichkeit wurde dies auch so wahrgenommen - wie oft ich von Journalisten gefragt wurde "Was ist eigentlich in Berlin los" oder "Was hat die Fraktion eigentlich gegen die Partei", habe ich nicht mehr gezählt."

    Ähm, nein? Bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass diese Journalisten eine Eskalation provozieren wollten? Zwecks Aufmacher und so? Weils so schön ins Klischee passt? -- Hat ja offenbar auch gut funktioniert.

    Mit der Wahrnehmung eines vermeintlichen Streits durch die interessierte Öffentlichkeit hat das nur mittelbar zu tun. Aber okay, spätestens jetzt hats jeder mitbekommen.

  10. Tom (nicht überprüft) on 5. April 2012 - 5:59

    ....ihr tickt doch nicht ganz richtig.

    Das ist doch Kinderkacke und unterstes Niveau, wie ihr Euch hier gegenseitig angeht.

    Es gibt so viel zu tun und ihr beschäftigt Euch selbstverliebt mit Euren eigenen Wehwehchen und Befindlichkeiten.

  11. Interner Zwist und Ahnungslosigkeit lähmen Piraten | newspow (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 23:39

    [...] weiteren Zuspitzung im Dauerstreit zwischen Bundesvorstand und Berliner Landesverband sagte der Bundesvorsitzende Sebastian Nerz, er habe mit dem Berliner Fraktionsvorsitzenden Andreas Baum ein Gespräch vereinbart, das [...]

  12. Monika Belz (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 21:24

    Dieser Blogtext ist wie deine Mail unüberlegt geschrieben, bitte denke noch einmal darüber nach, wen du des Mobbing bezichtigen möchtest und warum du kurz vor den Wahlen (nicht BuVo - sind uninteressant) dieses Fass aufmachen willst.

    Wenn wir von den gleichen Beauftragten ausgehen, dann gibt es wie immer zwei Seiten und auch Beauftragte und Bundesvorstandsmitglieder waren nicht unschuldig an den Situationen.

    Lies die Kommentare bis zu meinen, dann weißt du, was du erreicht hast, vielleicht hilft dir das beim Nachdenken. Von meiner Seite ist Funkstille, ich kann den Piraten in NRW und Schleswig Holstein nicht noch mehr instrumentalisierten Ärger antun, und ich hoffe, du überlegst es dir das auch.

    Die letzte Hoffnung, die ich habe, ist dass du diesen Blogtext noch einmal überdenkst und sachlicher vorgehst, du kannst das sonst auch. Es sind sehr viele Anschuldigungen dabei und du greifst die Fraktion an und damit auch den Landesverband Berlin. Ob es dir bewusst ist, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass wir das nicht gebrauchen können.

  13. tf (nicht überprüft) on 5. April 2012 - 0:00

    Das du in deinem Blogpost eine ähnliche Überheblichkeit zur Schaustellst, wie auf der Mailingliste, wie bei dem unsäglichen Auftritt auf der LMV mit dem Titel: Klarnamen oder die Welt geht unter. Und das du deinen Beitrag damit beginnst, scheinbar objektiv Sebastians Text abzuwerten, ohne auf die sachlichen Punkte einzugehen, stattdessen lustige Tipps gibst und von letzter Hoffnung sprichst, weil ja niemand so dumm sein kann usw. beweist wieder einmal in was für einer Welt der Überheblichkeit du lebst, liebe Moni. Lass uns doch einfach alle nett zu einander sein. tf

  14. Mela (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 21:54

    Berliner MdA greifen Andere an = okay
    Andere greifen Berliner MdA an = nicht okay

    Kann man so sehen ... muß man aber nicht.

  15. Piratenwähler (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 21:48

    Hallo Frau Belz,

    ich finde es unerhört Herrn Nerz vorzuwerfen, dass er angeblich "Schuld" an meiner Meinung ist. Ich verfolge die Piraten jetzt schon seit ca. 3,5 sehr genau und analysiere Köpfe als auch Programm Ihrer Partei. Das was die Piraten in Berlin abziehen ist den Piraten nicht würdig. Das ist das reinste Kasperltheater. Ich habe das Gefühl, dass es sich bei dem kompletten LV-Berlin um einen arroganten und in versch. Intrigen verwickelten Haufen Selbstdarsteller handelt. Zum Glück sind nicht alle Piraten so.

    viele Grüße

    Ein Wähler aus Bayern

  16. Monika Belz (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 22:08

    Ja, diese Kasperle aus Berlin haben im letzten Jahr erstmalig Landtagswahlen gewonnen, unterstützt von Piraten aus allen Landesverbänden, Unterstützung gab es auch von Mitgliedern des Bundesvorstandes - aber ich merke, dass Medien in bei ihnen gute Arbeit geleistet haben, schon mal mit Piraten aus Berlin gesprochen? Wohl nicht. Aber was andere sagen, muss ja stimmen... wie war das mit Denke selbst?

  17. Gast (nicht überprüft) on 5. April 2012 - 13:45

    Die Piraten in Berlin sind Wahlgewinner. Sebastian Nerz ist ein Wichtigtuer, der besser bei der CSUFDPSPD seine Politlaufbahn verfolgen sollte.

    Die Stärke der Piraten sind flache Hierarchien.

  18. gast (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 22:02

    dito

  19. Sigmata (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 21:06

    In meinen Augen den Job gemacht!
    Bringt in meinen Augen Symphatie!
    In kritischen Situationen lernt man Menschen kennen!

  20. Lutz (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 20:04

    ... habt ihr schon mal darüber nachgedacht, wie diese (halb-)öffentliche Streiterei in der Öffentlichkeit aussieht?
    Wir sind in zwei Bundesländern im Wahlkampf. Hier in NRW kenne ich Piraten, die seit Wochen neben dem Beruf noch mindestens 8 Stunden täglich ALLES für unsere Ziele geben und permanent an ihre Grenze gehen.
    Und da hat ihr nichts Besseres zu tun, als euch gegenseitig zu attackieren und mit dem Hinterteil mal eben umzuschmeissen, was wir sehr mühevoll aufbauen?
    Bitte mal darüber nachdenken!

  21. Suapoc (nicht überprüft) on 5. April 2012 - 13:30

    Wenn die Piraten den Anspruch haben Politik transparent zu gestalten, dann gehört eben auch der offene Streit dazu. Geklüngel im Hinterzimmer gibt es schon zu genüge in den anderen Parteien. So hat zumindest jeder die Möglichkeit sich zu positionieren und die Argumente beider Seiten gelangen an die Öffentlichkeit. Demokratie ohne Diskurs funktioniert nicht.

  22. Gast (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 21:40

    Hi Lutz,

    hast Du die Mails und Blog-Einträge gelesen, da wurde fast vorbildlich gezeigt wie man Probleme aus der Welt schaffen kann, wenn man von dem holpprigen Start absieht.
    Argument ausgetauscht, Treffen vereinbart, regelmäßige Telefonate um Sachen zu klären. Passt doch.

  23. Gast (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 18:42

    Danke für diesen Beitrag !
    Spinnen die Berliner Piraten eigentlich. Was soll das ?! Egal welche der Seiten in der Vergangenheit was falsch gemacht hat. So sollte man jedenfalls nicht miteinander umgehen. Manchmal frage ich mich ob in Berlin überhaupt jemand Benehmen und Anstand hat !

  24. Peter (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 19:14

    Hallo Sebastian und alle Blog Leser,

    ich habe Respekt vor der Leistung von Sebastian, er hat in seiner Zeit als Bundesvorstizender wirklich gute Leistungen gebracht indem er sich ernsthaft in den Medien präsentiert hat und damit erreichte, dass die Piratenpartei ernst genommen wurde. Jeder Mitglied der Partei hat Defizite und Fehler und seine Schwachseiten. Wie man Sebastian kennt, kann er es nicht leiden, wenn Leute sich streiten oder sich gegenseitig fertig machen er ist darauf bedacht Frieden zu stiften. Warum einige großte Liebe zum Streit haben, bleibt mir ein großes Rätsel. Ich hoffe das bei dern nächsten Wahl Bernd Schlömer der erste Vorsitzender wird, weil er ein guter Moderator ist hat ja damit auch beruflich als Referent im Verteidigungsministerium Erfahrung damit machen dürfen.

    Ich hoffe sehr das die Berliner Julia Schramm nicht Vorstizender wird, den davor graut es mir schon jetzt. Sie möchte sich dauernd nur ins Mittelpunkt stellen und ist auf Macht orentiert, wie ich nach der Analyse vieler ihrer Auftritt festgestellt habe und sowas passt nicht zu der Piratenpartei die Basisorentiert ist.

  25. Piratenwähler (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 20:41

    Sehr geehrter Herr Nerz,

    vielen Dank für diese klärenden Worte. Für mich der schon seit der Europawahl 2009 die Piratenpartei wählt ist es sehr wichtig zu sehen, dass es neben den Kasperln und Selbstdarstellern aus Berlin auch weiterhin Piraten gibt welche bodenständig Sachpolitik betreiben und einen Gegenpol zu der "Berliner-Show" bilden. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Wahl zum Bundesvorsitzenden.

    Hochachtungsvoll

    Ein Wähler aus Bayern

  26. Gast (nicht überprüft) on 4. April 2012 - 21:28

    Dies ist genau die Art von Politik(er), die ich mir wünsche; ein offenes und mutiges miteinander.. Danke, Herr Nerz